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Rosa-Böhmer-Platz: Erinnerung an die Opfer der Deportation der Gelsenkirchener Sinti und Roma nach Auschwitz - Gedenkveranstaltung am Dienstag

24. September 2026 um 17:38 Uhr

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GE. Nach Rosa Böhmer ist der Platz gegenüber des Hans-Sachs-Hauses benannt. Ihre Familie gehörte zur Minderheit der Sinti, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Seit dem Jahr 2023 lädt die Stadt Gelsenkirchen im September gemeinsam mit dem Landesverband Deutscher Sinti NRW und weiterer Verbände und Initiativen der Sinti und Roma zu einer Gedenkveranstaltung auf den Rosa-Böhmer Platz ein, um an die Opfer der Deportation der Gelsenkirchener Sinti und Roma nach Auschwitz zu erinnern. Rosa Böhmer wurde am 22. September 1933 in Gelsenkirchen-Schalke geboren. Sie wurde nur neun Jahre alt.

In diesem Jahr sind über 70 Menschen zusammengekommen, um der Ermordung von Rosa Böhmer mahnend zu gedenken.

Am 10. März 1943 wurde Rosa Böhmer mit ihrer Mutter und ihren acht Geschwistern abgeholt und mit einem Sammeltransport von insgesamt 66 Personen – Männer, Frauen und Kinder – nach Auschwitz deportiert. Nur zwei Menschen dieses Transports überlebten.

Gelsenkirchens Bürgermeister Manfred Leichtweis hob in seiner Gedenkrede hervor, dass sich auch die Stadt Gelsenkirchen in der Zeit des Nationalsozialismus mit schuldig gemacht habe und bat um Verzeihung.

Moritz Winter vom Landesverband Deutscher Sinti NRW, Gelsenkirchen richtete sich mit der Frage nach dem „Warum“ an die Anwesenden: „Warum wir?“, so habe seine Mutter, die deportiert worden ist und die Nazi-Zeit überlebt hat, immer wieder gefragt. Er mahnte an, dass ohne eine Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit die Gegenwart nicht zu verstehen sei.

Rosa Böhmers Geschichte steht stellvertretend für das Schicksal der Sinti und Roma in Europa, unter ihnen über 300 Menschen aus Gelsenkirchen, die unter dem Rassenwahn der Nationalsozialisten litten. Hunderttausende wurden deportiert, bis zu einer halben Million Angehörige dieser Minderheit wurden in Vernichtungslagern ermordet.

An Rosa-Böhmer erinnert seit 2020 der nach ihr benannte Platz. Über ihr Schicksal und das ihrer Familie informiert dort eine Erinnerungsorte-Tafel des Instituts für Stadtgeschichte der Stadt Gelsenkirchen.

Weitere Informationen: https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/stadtgeschichten/gelsenkirchener_persoenlichkeiten/rosa_boehmer.aspx

Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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