Machbarkeitsstudie: Moderne Vierfeldsportanlage in Gelsenkirchen-Buer geplant - Flexibel nutzbar, barrierefrei, städtebaulich integriert und nachhaltig gebaut
GE. Auf dem gemeinsamen Campus des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (AvD) und des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) in Gelsenkirchen-Buer wird bis zum Frühjahr 20230 eine moderne Vierfeldsporthalle mit flexiblen Trennwänden entstehen. Diese soll sowohl für den Schulsport als auch für den Vereinssport nutzbar sein. Die entsprechenden Pläne sind gestern im Ausschuss für Bauen und Liegenschaften beraten worden, ein Planungs- und Baubeschluss wird in der nächsten Sitzung des Rates der Stadt gefasst.
Doch nicht nur das. Eine im Auftrag der Stadt von der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH erstellte Machbarkeitsstudie skizziert eine Sporthalle, die zudem barrierefrei zugänglich, städtebaulich gut eingebunden und nachhaltig gebaut ist. Um eine Nutzung sowohl für die gestiegenen Bedarfe des Schul- als auch des Vereinssports zu ermöglichen, ist laut Studie eine Vierfeldsporthalle nötig. Die einzelnen Hallenteile sollen dabei möglichst flexibel nutzbar sein.
Insgesamt werden die verschiedenen Flächen der Sporthalle rund 2.800 Quadratmeter groß sein. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei erschlossen, ein Aufzug verbindet die verschiedenen Ebenen. Die Wege auf dem Campus sollen so angelegt sein, dass der Haupteingang zum Schulgelände orientiert ist. So wird die Halle auf kurzen Wegen erreichbar sein.
Damit die große Sporthalle städtebaulich gut integriert und nicht dominant erscheint, wird ein Teil der Halle in das Gelände eingegraben, also unterirdisch angelegt. So wird das Gebäude oberirdisch nur eingeschossig sein. Diese Lösung verbindet die notwendige Hallenkapazität mit einer guten städtebaulichen Einbindung. Gleichzeitig ermöglicht es die kompakte Bauweise, die Funktions- und Zuschauerbereiche wirtschaftlich anzuordnen, um Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten möglichst niedrig zu halten.
Mit dem Neubau der Sporthalle soll nicht nur ein neues Gebäude entstehen. Die Machbarkeitsstudie betrachtet den gesamten MPG-/AvD-Campus. Sie sieht vor, die Außenanlagen wie das Basketballfeld und die Laufbahnanlagen neu zu ordnen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Bei der Planung spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Vorgesehen ist eine sogenannte Holz-Beton-Hybridkonstruktion: Das Untergeschoss soll aus Stahlbeton entstehen, während der oberirdische Hallenbau überwiegend in Holzsystembauweise mit vorgefertigten Elementen errichtet werden soll.
Holz als nachwachsender Baustoff soll dabei helfen, klimaschädliche Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und zugleich eine möglichst effiziente Bauweise zu ermöglichen. Zum Nachhaltigkeitskonzept gehören zudem Photovoltaikanlagen, begrünte Dachflächen, ein nachhaltiges Regenwassermanagement sowie Luft-Wasser-Wärmepumpen und eine energieeffiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Ziel ist es, die Sporthalle nach dem Silberstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zu errichten.
Für das Gesamtprojekt werden rund 26 Millionen Euro veranschlagt. In dieser Kostenschätzung sind unter anderem Planung, Hallenneubau, Außenanlagen und Ausstattung, Baunebenkosten sowie der Abriss des bestehenden Gebäudes enthalten. Auch Baukostensteigerungen und projektspezifische Risiken wurden berücksichtigt. Die Stadt prüft Fördermöglichkeiten nach dem Infrastrukturgesetz 2025 bis 2036 des Landes Nordrhein-Westfalen.
Visualisierung Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH mit der Campus GmbH - Bauten für Bildung und Sport
Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗