Befragung zur Innenstadt: Mehr als 2.600 Stimmen zur Zukunft der City: Workshop stellte Ergebnisse vor - Auswertung zeigt zentrale Stärke, aber auch konkrete Handlungsbedarfe / Offener Workshop für die Bürgerinnen und Bürger vertieft die Ergebnisse.
GE. Insgesamt 2.613 Teilnehmende hatten sich im Frühjahr dieses Jahres an der Online-Befragung zur Gelsenkirchener Innenstadt beteiligt. Gestern (9. September) wurden die Ergebnisse im Bürgerforum des Hans-Sachs-Hauses öffentlich vorgestellt und vertiefend diskutiert.
Die Befragung liefert eine breite Grundlage für die weitere fachliche Diskussion und die Entwicklung konkreter Maßnahmen. Auch wenn die Befragung keine repräsentativen Ergebnisse liefert, zeigt sie dennoch ein umfassendes und in vielen Themen sehr klares Stimmungsbild.
Innenstadt erfüllt wichtige Funktionen, bietet aber zu wenige zusätzliche Besuchsanlässe.
Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild: Die Gelsenkirchener Innenstadt wird als wichtiger Ort für Versorgung, Dienstleistungen und alltägliche Erledigungen wahrgenommen. Zu den häufigsten Besuchsgründen zählen Einkaufen, Arztbesuche, Dienstleistungen, Behördengänge sowie Gastronomie und Cafés. Die Menschen besuchen die Stadt dabei vor allem werktags, tagsüber und überwiegend zweckgebunden.
Daraus lässt sich ableiten, dass die Innenstadt ihre zentralen Alltagsfunktionen erfüllt, darüber hinaus aber mehr Anlässe zum Verweilen, Begegnen und Wiederkommen benötigt.
Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Freizeitangebote und attraktive öffentliche Räume können dazu beitragen, die City auch außerhalb konkreter Erledigungen sowie am Abend und am Wochenende stärker zu beleben.
Heinrich-König-Platz als „Anker“
Der Heinrich-König-Platz stellt für die Befragten einen klaren Bezugspunkt dar. 76 Prozent derjenigen, die einen bereits gut funktionierenden Bereich benannt haben, sehen den Platz als beliebten Aufenthaltsort, der durch Gastronomie, Veranstaltungen, Sitzmöglichkeiten, wenig Verkehr und Sauberkeit punkten kann.
Innenstadt braucht mehr Profil
43,5 Prozent der Befragten verbinden die Innenstadt derzeit mit nichts Bestimmtem. Bei der Frage nach ihrer größten Stärke gibt rund ein Drittel an, aktuell keine solche Stärke zu erkennen. Damit zeigt sich, dass viele Menschen die Innenstadt mit keiner klaren Idee verbinden.
Gleichzeitig werden mit der guten Erreichbarkeit, der kompakten Struktur, einzelnen Versorgungsangeboten, Veranstaltungen, Plätzen sowie Wahrzeichen und Architektur durchaus wichtige Potenziale benannt.
Damit wird deutlich, dass es eine wichtige Zukunftsaufgabe sein wird, die vorhandenen Qualitäten stärker miteinander zu verbinden und ein klares, positives Profil für die City zu entwickeln.
Bei der Frage nach konkreten Verbesserungsbedarfen in der Innenstadt nennen die Befragten insbesondere die Themen Sauberkeit und Ordnung, Reduzierung der Leerstände sowie Sicherheit. Auch die generelle Aufenthaltsqualität wird hier von vielen Befragten als verbesserungswürdig benannt.
Am 9. September 2026 wurden die Ergebnisse im Bürgerforum des Hans-Sachs-Hauses für alle Bürgerinnen und Bürger öffentlich vorgestellt und vertiefend diskutiert.
Bereits zuvor hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und sozialen Einrichtungen erste Maßnahmenideen auf Grundlage der Befragung und der fachlichen Analysen erarbeitet. Der Workshop und das anschließende Bürgerforum dienten damit der Vertiefung und Konkretisierung der bereits vorliegenden Erkenntnisse.
Die Rückmeldungen werden nun gemeinsam mit den Befragungsergebnissen, den räumlichen Analysen, bestehenden Planungen und weiteren fachlichen Erkenntnissen ausgewertet. Die Schlüsse daraus und die nächsten Schritte werden im Anschluss veröffentlicht.
Die gesamten Ergebnisse der Befragung sind als PDF-Datei hier abrufbar: https://mitmachen.gelsenkirchen.de/transformation-innenstadt
Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗