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Bau eines geschützten Radfahrstreifens beginnt - Hiberniastraße erhält eine „Protected Bike Lane“

16. September 2026 um 18:10 Uhr

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GE. Die Hiberniastraße ist eine wichtige Verbindung im Gelsenkirchener Radverkehrsnetz. Damit Radfahrende dort künftig sicherer und komfortabler unterwegs sein können, baut die Stadt Gelsenkirchen einen durchgängig geschützten Radfahrstreifen, eine sogenannte „Protected Bike Lane“. Die Arbeiten haben heute offiziell begonnen.

Die neue Radverkehrsanlage wird in den bestehenden Straßenquerschnitt integriert. Radfahrende bleiben damit auf der Fahrbahn, werden vom motorisierten Verkehr jedoch durch einen baulich erhöhten Sicherheitstrennstreifen getrennt.

„Wir schaffen hier eine deutlich höhere Sicherheit für Radfahrende“, sagt Stadtbaurat Christof Heidenreich. „Der geschützte Radfahrstreifen beginnt an der Rotthauser Straße und wird bis zur Ringstraße geführt. Dort besteht der Anschluss an den Radfahrstreifen an der Wildenbruchstraße. Damit können beispielsweise die Schülerinnen und Schüler der neuen Gesamtschule an der Europastraße ihre Schule künftig sicher mit dem Fahrrad erreichen.“

Geschützte Radfahrstreifen auf beiden Seiten

Auf beiden Seiten der Hiberniastraße entstehen Radfahrstreifen mit einer Breite von 2 bis 2,5 Metern. Die Radfahrstreifen werden innerhalb der bestehenden Kfz-Fahrbahn angelegt, sodass die vorhandenen Bordsteinanlagen erhalten bleiben können.

Zum Schutz vor dem motorisierten Verkehr werden die Radfahrstreifen durch ein 75 Zentimeter breites Flachbord baulich von der Fahrbahn getrennt.

Auch die angrenzenden Kreuzungsbereiche werden angepasst und die Radverkehrsführung dort sicherer und komfortabler gestaltet.

Hiberniastraße / Rotthauser Straße

Der Ausbau beginnt am Knotenpunkt Hiberniastraße / Rotthauser Straße. Die bereits vorhandene Radverkehrsführung im Bereich des Knotenpunktes wird fortgeführt. Der geschützte Radfahrstreifen verläuft nördlich der Parkflächen und der Parallelfahrbahn.

Dafür wird die bestehende Grünfläche in diesem Bereich verkleinert und ein Teil der Parkflächen entfällt. An anderer Stelle wird die Grünfläche vergrößert und es werden neue Bäume gepflanzt.

Hiberniastraße / Feldhofstraße

Am Knotenpunkt Hiberniastraße / Feldhofstraße entstehen zusätzliche Radfurten, die eine sichere Querung ermöglichen. Für den Radverkehr werden eigene Signale und Taster installiert. Gleichzeitig wird der Knotenpunkt barrierefrei ausgebaut.

Die Parkflächen zwischen Feldhofstraße und Bokermühlstraße werden nach Norden verlegt. Dadurch kann der geschützte Radfahrstreifen zwischen Gehweg und Parkflächen geführt werden. Die Grundstückszufahrten bleiben weiterhin ausreichend zugänglich.

Hiberniastraße / Bokermühlstraße

Am Knotenpunkt Hiberniastraße / Bokermühlstraße wird der Radverkehr in der Bokermühlstraße über das Hochbord geführt. Auf der westlichen Seite entsteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg, sodass der Radverkehr dort vom Kfz-Verkehr getrennt geführt werden kann.

Radfahrende aus der Bokermühlstraße werden über den Fußgängerüberweg entlang der Hiberniastraße geführt. Wer von der Hiberniastraße aus westlicher Richtung in die Bokermühlstraße abbiegen möchte, erhält einen Grünpfeil für den Radverkehr. Damit ist das Abbiegen auch bei Rot möglich, sofern zuvor angehalten wurde.

Hiberniastraße / Husemannstraße

Am Knotenpunkt Hiberniastraße / Husemannstraße werden zusätzliche Signale und Taster für den Radverkehr installiert. Für rechtsabbiegende Radfahrende sind ebenfalls Grünpfeile vorgesehen. Dadurch sollen unnötige Wartezeiten vermieden werden.

Die vorhandenen Signalmasten und taktilen Elemente bleiben erhalten.

Husemannstraße / Dickampstraße

Die neue Radverkehrsführung entlang der Husemannstraße beginnt am Knotenpunkt Husemannstraße / Dickampstraße.

Auf der westlichen Seite wird die äußere Fahrspur künftig als geschützter Radfahrstreifen genutzt. Auf der östlichen Seite geht der geschützte Radfahrstreifen in einen Schutzstreifen über.

Hiberniastraße / ZOB

Am Knotenpunkt Hiberniastraße / ZOB können Radfahrende die südliche Seite ohne Signalisierung passieren. Im nördlichen Bereich muss der Kfz-Verkehr die Radverkehrsfurt queren, um in Richtung Husemannstraße zu fahren.

Um Konflikte zwischen Kfz- und Radverkehr zu vermeiden, werden beide Verkehrsarten über getrennte Ampelphasen geführt. Der Radverkehr wird mithilfe von Detektoren bereits vor dem Signal erfasst. So können die Wartezeiten für Radfahrende möglichst kurz gehalten werden.

Hiberniastraße / Ringstraße

Die Ausbauplanung endet am Knotenpunkt Hiberniastraße / Ringstraße. Im südlichen Bereich wird der Aufstellbereich für den Fuß- und Radverkehr vergrößert.

An der Querung der Ringstraße wird der Radverkehr über einen Fußgängerüberweg geführt. Auch hier erfassen Sensoren die Radfahrenden bereits im Vorfeld und fordern bei Bedarf die Grünphase an.

Busverkehr bleibt beschleunigt

Die bestehende ÖPNV-Beschleunigung für die Buslinie 381 auf der Hiberniastraße bleibt auch nach dem Umbau erhalten. Die Stadt Gelsenkirchen geht davon aus, dass der Verkehr an allen betroffenen Knotenpunkten auch künftig leistungsfähig abgewickelt werden kann.

Weitere Informationen zur „Protected Bike Lane“ gibt es hier: https://www.gelsenkirchen.de/de/Infrastruktur/Verkehr/Radverkehr/Hiberniastrasse.aspx

Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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